Öffnungszeiten:
Mo.-Fr.: 9:30 - 19:00 Uhr
       Sa: 9:30 - 18:00 Uhr
Bestellungen, Kundendienst, Fotoservice: +49 (0) 7141 97211-0

Urlaubsfotos abseits aller Touristenströme

Von Oliver Rauls 20. Mai 2015
Da stehen wir nun mit der Kamera im Anschlag und wollen uns auf die Sehenswürdigkeiten unseres Urlaubs- oder Ausflugsziels stürzen, aber das Einzige, was wir sehen, sind Ströme von Menschen. Weg mit dem Paradigma der ewig gleichen Bilder, experimentieren Sie in kleinen Gässchen und Strässchen.

Da stehen wir nun mit der Kamera im Anschlag und wollen uns auf die Sehenswürdigkeiten unseres Urlaubs- oder Ausflugsziels stürzen, aber das Einzige, was wir sehen, sind Ströme von Menschen. Weg mit dem Paradigma der ewig gleichen Bilder, experimentieren Sie in kleinen Gässchen und Strässchen.

Auch hierfür gebe ich Ihnen gerne wieder den Einen oder anderen Tip mit auf den Weg. Meist sind es nicht diese typischen Sehenswürdigkeiten, die wir zwingend brauchen, um unvergessliche Urlaubsbilder zu erhalten. Sicher ist es schön, das Colosseum oder den Petersplatz fotografiert zu haben, aber lassen wir doch mal diesen Mainstream links liegen und versuchen, eine etwas andere Geschichte zu erzählen, die dennoch Rückschlüsse zulässt auf unser Urlaubsziel. Mein erster Tipp ist der Besuch von kleinen Sträßchen und Gässchen etwas abseits der Touristenrouten. Eine Leiter, die in ein Hafenbecken führt, eine alte Schiffsglocke oder Fischernetze die zum Flicken aufgehängt sind, erzählen eine andere, weitaus interessantere Geschichte als das Foto eines Fischerbootes. Gehen Sie mit offenen Augen durch die kleinen Sträßchen und riskieren Sie auch einen Blick in die Höfe der Häuser. Vielleicht entdecken Sie eine versteckte Rarität. Schauen Sie sich die Wohnhäuser der Einheimischen an, was gibt es dort zu entdecken? Und fotografieren Sie Eintrittskarten oder Ausschnitte der Strassenkarte. Damit erzählen Sie eine schönere Geschichte als mit einer Aufnahme des Colosseums, vor Allem, wenn sich dort hunderttausende tummeln.

Sollten Sie aber auf eine derartige Aufnahme nicht verzichten wollen, gebe ich Ihnen einen weiteren Tipp: Benutzen Sie einen Graufilter (Neutral-Dichte-Filter oder auch ND-Filter genannt) nebst einem Stativ. Dieser Filter funktioniert wie eine Sonnenbrille für unsere Kamera. Dem Sensor wird also eine verfälschte Lichtsituation vorgegaukelt und lässt Langzeitbelichtungen unter Tageslicht zu. Je nach Filterstärke können Sie eine so lange Belichtungszeit erzielen, dass auf dem fertigen Bild keine Menschen mehr zu sehen sind., weil sie schlichtweg durch ihre Bewegung während der Aufnahme aus dem Bild verschwunden sind. Bedecken Sie hierbei aber das Okular, um einfallendes Streulicht zu vermeiden.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, abends nach Anbruch der Dunkelheit, wenn die Touristenströme längst ihren Weg in Restaurants, Bars und Clubs gefunden haben, zu den großen Sehenswürdigkeiten zurückzukehren und im Mondlicht noch viel fantastischere Aufnahmen machen zu können. Auch hier darf das Stativ natürlich nicht fehlen. Die Kameraeinstellungen hierzu sind einfach. Wechseln Sie in den Verschlußzeit-Modus (S oder Tv) und wählen Sie sich eine Verschlusszeit um etwa 5 Sekunden aus. Den ISO-Wert fixieren Sie auf 200 oder 400. Den Rest, also die Steuerung der Blende, übernimmt jetzt die Kamera für Sie.